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Das Glasperlenspiel: Versuch einer Lebensbeschreibung des Magister Ludi Josef Knecht samt Knechts hinterlassenen Schriften |  | Autor: Hermann Hesse Urheber: Hermann Hesse Verleger: Suhrkamp Verlag
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Verkäufer: dawn_engel3 Bewertung: 41 Rezensionen Verkaufsrang: 6157
Medium: Gebundene Ausgabe Ausgabe: 8 Seiten: 608 Versandgewicht: 0.9 Maße (innen): 7 x 4.4 x 1.3
ISBN: 351841335X EAN: 9783518413357 ASIN: 351841335X
Publikation: März 11, 2002 Verfügbarkeit: Versandfertig in 1 - 2 Werktagen
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| Redaktionelle Rezensionen:
Aus der Amazon.de-Redaktion Drei Jahre, nachdem Hermann Hesses ambitioniertes Alterswerk Das Glasperlenspiel (1943) in der Schweiz erschienen war, wurde sein stolzer Autor in Deutschland mit dem Goethe-Preis geehrt. Für den Roman war die Auszeichnung ein doppelter Glücksfall: Zum einen ebnete sie dem Buch auch auf vormals nationalsozialistisch verseuchtem Terrain den Boden; zum anderen machte sie eine Nähe zwischen zwei Autoren deutlich, die der damals 69-jährige Dichter in seiner Entwicklungsgeschichte über Reifung und Abfall des Magister Ludi Josef Knecht schon in der Wahl des Figurennamens formulierte. Tatsächlich stellt Knecht, der im utopischen Kastalien des 23. Jahrhunderts zum Meister des esoterischen Glasperlenspiels avanciert, eine Art umgedrehten Doppelgänger Wilhelm Meisters dar: Versucht er doch, im meditativen Ordensspiel zu vollkommener, an östlicher Weisheit orientierter Demut zu gelangen. Für Hesse war dies eine Art Sieg des Geistes über die materielle Verrohung der Epoche des "feuilletonistischen Zeitalters", das er vor allem in der Barbarei des nationalsozialistischen Deutschlands figuriert sah. Was Goethe im Wilhelm Meister als "pädagogische Provinz" zur höheren Erziehung des Menschengeschlechts bereits angelegt hatte, hat Hesse in seinem Kastalien literarisch Wirklichkeit werden lassen: eine Seelengemeinschaft von in die Regeln des Glasperlenspiels Eingeweihten, an dessen Ansprüchen Knecht allerdings am Ende, von der Außenwelt verführt, in gewissem Sinne scheitert. Das Hesse dem Leser diese Regeln nicht näher erklärt, sondern hinsichtlich seiner Erläuterungen im Nebulösen bleibt, ist ebenso traurig wie verständlich. Leider wirkt Hesses Glasperlenspiel -- ein Kultbuch der 68er-Generation -- aus heutiger Sicht deshalb über weite Strecken allzu verkrampft esoterisch und konstruiert: Als literarische Kette aus Glasperlen statt aus echten Perlen geflochten eben. Trotz dieses Mangels ist das historisch etwas angestaubte Glasperlenspiel immer noch besser also so mancher glanzlose Roman der Gegenwart. Und mit der Sonderausgabe des Romans bei Suhrkamp, die anlässlich von Hesses 125. Geburtstag erschienen ist, liegt zudem eine preiswerte Neuauflage vor. --Thomas Köster
Audiobook-Rezensionen Hermann Hesses Alterswerk Das Glasperlenspiel erschien 1943 in Zürich, 1946 erfolgte eine Ausgabe in Deutschland. Bereits 1931 hatte der Autor an dem Werk zu schreiben begonnen. Ohne Zweifel handelt es sich bei dieser letzten großen Prosaarbeit Hesses um keine leichte Kost. Man kann Das Glasperlenspiel wegen seiner Tiefe und Komplexität getrost als Opus für Kenner bezeichnen. Wer sich jedoch damit auseinandersetzen möchte, wird in dem Erziehungs- und Lebensideal, das in einer Synthese von Wissenschaften und Kunst, von Geist und Sinnen besteht, faszinierende gedankliche Ansatzpunkte finden. Der Roman, der den Autor davor bewahrt hat, am Zustand der realen Welt zu verzweifeln, entwirft als fiktive Gegenwelt Kastalien: Es handelt sich um eine streng hierarchisch, dennoch zwangfrei organisierte Ordensgemeinschaft, die die Selbstaufgabe des Einzelnen für den Dienst an der Gemeinschaft idealisiert. Politik, Wissenschaften und Kunst werden hier wieder als Einheit gelehrt und gelebt. Das Glasperlenspiel ist das heiligste Prinzip dieses pädagogischen Ideals: Dieses abstrakte Spiel mit sämtlichen Inhalten und Werten unserer Kultur verbindet die unterschiedlichsten Wissensbereiche miteinander - jenseits von Nationalismen, Konfessionen und Ideologien. In dieser utopischen, alternativen Gesellschaft lebt etwa um das Jahr 2400 Josef Knecht, der spätere Glasperlenspiel-Meister. Dieser überzeitliche, jedoch exemplarische Lebenslauf wird von einem Chronisten in 12 Kapiteln erzählt. Josef Knecht wird mit 40 Jahren zum jüngsten Magister Ludi gewählt, 8 Jahre später verlässt er ungehindert den Orden. Bestimmendes Element in der Hörspielbearbeitung von Michael Farin ist die Chronologie von Knechts Leben. Mit puristischen Mitteln wird das Überzeitliche und gleichzeitig Utopische dieses Erziehungsromans umgesetzt. Dabei unterstreicht die meist befremdlich wirkende Musik die Meditation und Kontemplation, die Stimmen scheinen aus einer anderen Welt zu sein. Durch die essayistische Einleitung Der Versuch einer allgemeingültigen Einführung ins Glasperlenspiel, gesprochen von Barbara Nüsse, gelingt eine gewisse Strukturierung des Hörspiels. Theorie und Anschauung bleiben so gegenwärtig. Beeindruckend sind die exemplarische Lehrer/Schülerbeziehung (Rudolf Wessely, Ulrich Matthes) oder der Brief Knechts an den Lehrer über das Glasperlenspiel. Hörspiel mit Musik, Spieldauer: ca. 300 Minuten, 3 MC. Auch als CD erhältlich. -- culture.text
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| Kundenrezensionen:
Rezensionen anzeigen 1-5 von 41
Selbsterkenntnis kompakt! Juli 4, 2010 ego 1 aus 2 fanden die folgende Rezension hilfreich
Das Glasperlenspiel, was gerne im selben Atemzug mit den Worten "Hesses Alterswerk" genannt wird, wird diesen Worten auch vollkommen gerecht. Alles was ich bisher von Hesse gelesen habe kommt zumindest ansatzweise auch im Glasperlenspiel wieder vor und bietet somit einen Verknüpfungspunkt von Hesses roten Fäden, die sich durch die anderen Bücher ziehen.
Meiner Meinung nach sollte das Glasperlenspiel nicht das erste Buch sein, das man von Hesse liest, jedoch lohnt auch die Vorbereitung durch andere Bücher.
Der Inhalt ist so vielschichtig, dass er den Rahmen der Rezension sprengen würde, einen ganz guten Einblick gibt aber die Produktbeschreibung der Amazon-Redaktion
Für die vergebenen 5 Sterne kann ich mich nicht rechtfertigen, da jedes weitere Wort, dass ich zu diesem Meisterwerk verlieren würde mir wie pure Anmaßung vorkämen... es ist zumindest aus meiner Sicht über jede Kritik erhaben und ein muss für jedes Bücherregal.
Auch empfehlenswert zur Entstehung des Glasperlenspiels ist folgendes Buch Vom Wesen und Herkunft des Glasperlenspiels,
Stark! Dezember 28, 2009 Mohandas 1 aus 1 fanden die folgende Rezension hilfreich
Die sprachliche Präzision Hesses fordert die volle Aufmerksamkeit, man wird dafür mit der elektrisierenden Nüchternheit einer (schein-utopischen) Intellektuellenwelt belohnt, die ihresgleichen sucht. Empfehlenswert!
Selbstverliebte Nabelschau September 17, 2009 Fritz Bäcker 8 aus 11 fanden die folgende Rezension hilfreich
Nach der Lektüre von "Unterm Rad" habe ich 400 Seiten lang darauf gewartet, dass Hesse die Idee einer auf Eliteschulen hochgezüchteten und auf Kosten einer von ihr ausgegrenzten Allgemeinheit lebenden Bildungskaste als krank und abartig entlarvt. Fehlanzeige - denn darum geht es in diesem Buch gar nicht. Kastalien, die Eliteschulen und das Glasperlenspiel sind letztlich nur Vehikel dafür, den geradlinigen Aufstieg und das "Transzendieren!" eines Genies zu besingen. Letzteres hört auf den Namen Josef Knecht - eine Hommage an Goethes Wilhelm Meister - und das Genie-sein bildet seine einzige Charaktereigenschaft. Als solches durchläuft er in der kastalischen Bildungs-Provinz mehrere Stufen, und als das Ende der Fahnenstange erreicht ist, verabschiedet er sich quasi über Nacht von dort, um kurze Zeit später in den klaren Wassern eines Gletschersees zum angesprochenen "Transzendieren!" zu gelangen. Zum Glück hat Hesse den Lobpreis von Knechts posthumer Wirkung auf seinen Schüler Tito kurz gehalten, aber ganz ehrlich, viel weiter hätte ich auch nicht mehr gelesen.
Für mich ist dieses Buch eine selbstverliebte Nabelschau, die hemmungslos dem Besser-sein-als-andere-Dünkel fröhnt und dies noch dazu als besonderen Charaktervorzug anpreist. Freundschaft bedeutet hier, dass andere zur Befriedigung der eigenen Interessen beitragen, während man selbst dies großmütig lächelnd zur Kenntnis nimmt. Verantwortung bedeutet, dass man sich so lange kümmert, wie man sich einen persönlichen Nutzen davon verspricht. Sobald die Umwelt nichts mehr zu bieten hat, wird das als eine durchlaufene Stufe angesehen, und weiter geht's zum nächsten Trog. Kein Problem, wenn man innerhalb von zwei Tagen alles hinschmeißt und den Rest der Welt ganz einfach stehen lässt. Einwände werden mit einem Lächeln weggebügelt - denn wenn man grad so schön "transzendiert!", braucht man sich auch nicht mehr mit der Situation der niederen Stufen auseinander zu setzen, oder?
Besonders übel aufgestoßen ist mir die Selbstverständlichkeit, mit der hier die "Gesetze der Hierarchie" als universell gültig und notwendig dargestellt werden. Da wird ein unbeliebter Zeitgenosse in den Selbstmord gemobbt - und das wird zu keinem Zeitpunkt kritisiert, sondern irgendwo zwischen "Pech gehabt" und "Das Leben ist kein Ponyhof" einsortiert und abgehakt. Der Arme hat nun mal den Rückhalt der Hierarchie verloren, da kann man nichts machen, das hätte er sich vorher überlegen müssen. Warum er nicht einfach mit einem fröhlichen "Jungs, macht euren Käse grad alleine" hinschmeißt und Kastalien den Rücken kehrt, diese Frage wird nicht einmal angerissen, obwohl Hesse seinen Helden kurze Zeit später selbst auf diese Weise von dort fortziehen lässt. Hier fehlt jegliche Reflektion darüber, ob nicht bei dem hochgepriesenen "Streben nach dem Höheren" zu viel und zu viele auf der Strecke bleiben, und ob es überhaupt ein Ideal gibt, welches es rechtfertigt, sich wichtiger oder gar besser als seine Umwelt zu finden. Und das ist eine Art von Idealismus, die mich persönlich ausgesprochen anwidert.
Ein Buch für alle, deren Herzen nach den Sternen streben. Für Leute, die lieber auf dem Teppich bleiben, leider zum Haareraufen.
Das Beste kommt zum Schluss September 3, 2008 S. Bernard 5 aus 6 fanden die folgende Rezension hilfreich
Bei Hermann Hesses »Das Glasperlenspiel« handelt es sich um das letzte große Werk des großen Schriftstellers, an welchem er 11 mühevolle Jahre lang arbeitete. Viele persönliche Höhen und Tiefen mussten durchschritten, allerhand ausprobiert und manche Erkenntnis vertieft werden, bis Hesse die Reife und Weisheit erreicht hatte, dieses Werk zu vervollständigen.
In »Das Glasperlenspiel« führt Hesse den Leser in den utopischen Staat Kastalien, einem utopischen Paradies der Geisteswissenschaften. Die Handlung spielt nach einer Zeit, die eng mit unsern 20. Jahrhundert verwand zu sein scheint. Erzählt wird die Geschichte Josef Knechts in Kastalien, welcher sich zum Meister des Glasperlenspiels aufschwingt, jenem Sinnbild aller kreativen, kulturellen und wissenschaftlichen Errungenschaften der Menschheit.
Das Werk umfasst des weiteren einige der schönsten und bekanntesten Gedichte Hesses (»Stufen«), sowie drei fiktive Lebensläufe Josef Knechts aus »dessen Nachlass«. In diesen Lebensläufen tut Hesse, was er sein ganzes Schaffen durch getan hat. Er skizziert für drei letzte Male die Werdegänge von individualisierten und suchenden Menschen.
Bei diesem Werk handelt es sich um die komprimierte Essenz Hesses ganzen Lebens und Schaffens. Mit »Das Glasperlenspiel« findet eine persönliche Suche ein würdiges Ende, welche sich wie ein roter Faden durch Hermann Hesses Leben und Werk zieht. So ist es unmöglich dieses Werk voll und ganz auszuschöpfen, ohne sich bereits intensiv mit Hesse auseinandergesetzt zu haben. Aus fast jedem vorrausgegangenen Werk findet sich ein Puzzelstück, angefangen bei »Peter Camenzind« und »Unterm Rad«, über den »Steppenwolf«, bis hin zu der vorrausgegangenen »Die Morgenlandfahrt«. Zu letzteren Werk sei zu erwähnen, dass es dringlichst als Einstimmung auf »Das Glasperlenspiel« zu empfehlen ist, um die Veränderung in der Selbst- und Außenwahrnehmung Hesses im Alter besser nachvollziehen zu können.
Definitiv das letzte Buch das ein »großer Dienender an der Kunst« schreiben kann, am Ende eines voll ausgeschöpften Lebens. Mit »Das Glasperlenspiel« hat sich Hermann Hesse selbst zum Rang eines jener »Unsterblichen« aufgeschwungen, zu denen seine Protagonisten immer auf der Suche sind.
Dieses Werk ist eine wirkliche Bereicherung für Eingeweihte. Nicht nur das Leseerlebnis hat etwas erhebendes und weihevolles. Vielmehr handelt es sich bei »Das Glasperlenspieler« um eines jener Werke Hesses, welche den Leser an einem ganz tiefen Punkt in seiner Seele rühren und dessen Persönlichkeit ein Stück weit mit erhöht.
Unerträgliches Klaviergeklimper August 8, 2008 t (düsseldorf) 18 aus 20 fanden die folgende Rezension hilfreich
Ich liebe Hermman Hesse, ich liebe Hörspiele und habe mich daher sehr auf die Inszenierung des Glasperlenspiels gefreut (nicht zuletzt, da Ullrich Matthes darin als Sprecher mitwirkt). Leider ist es mir unmöglich, dem Geschehen auch nur 10 Minuten zu folgen, da nahezu das gesamte Hörspiel von unerträglichem, asynchronem Klaviergeklimper durchzogen ist (was ungefähr so klingt, als würde ein 3-jähriges Kind das erste Mal ein Klavier benutzen). Spätestens nach 8 Minuten bin ich dazu geneigt, mein Abspielgerät vom Balkon zu werfen, da dieses nervtötende Gedudel besonders vor dem Einschlafen kaum zu ertragen ist. Wirklich schade, denn was man hinter dem expressionistischen Gedudel vom Hörspiel mitbekommt, ist wirklich gut. Wer starke Nerven und einen gesunden Ruhepuls hat, kann sich diese Inszenierung zumuten, ansonsten würde ich ernsthaft davon abraten!
Rezensionen anzeigen 1-5 von 41
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GEWISSE INHALTE, DIE AUF DIESER WEBSITE ERSCHEINEN, STAMMEN VON AMAZON EU SARL. DIESE INHALTE WERDEN SO, WIE SIE SIND ZUR VERFÜGUNG GESTELLT UND KÖNNEN JEDERZEIT GEÄNDERT ODER ENTFERNT WERDEN. Oehlsen.info Potsdam 2009 | |